Vier-Punkte-Spiel: Raubmöwen reisen nach Rostock

Foto: 54°/Felix König
Lübeck – Nur 25 Stunden, nachdem die A-Jugend des VfL Bad Schwartau und damit ein Großteil der Raubmöwen in der Bundesliga spielte, sind die Handballfrauen des TSV Travemünde gefordert. Und dies nicht in irgendeinem Spiel, sondern im ganz wichtigen Vier-Punkte-Duell beim Rostocker HC. Mit einem Sieg könnte man den Tabellennachbarn auf Distanz halten und einen ganz großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.

Klarer Fall: Die Doppelbelastung mit den zwei wichtigen Spielen an einem Wochenende wird körperlich und auch vom Kopf her eine große Anstrengung für die Travemünder Mädels. Daher wollten die Raubmöwen die Partie nach feststehender Viertelfinalqualifikation des VfL verlegen, allerdings stimmten die Gegner nicht zu. Daher hoffen alle im Umfeld der Raubmöwen, dass ein möglicher Sieg in der Bundesliga zusätzlichen Schwung bringen wird.

Denn die Partie in der OSPA-Arena ist ungemein wichtig. Aktuell haben die Raubmöwen vier Punkte Vorsprung auf den RHC und könnten mit einem Sieg den Konkurrenten distanzieren, den eventuell entscheidenden Vorsprung im Kampf um den Klassenerhalt erspielen. Und nach vier, teils knappen und unnötigen Niederlagen muss auch wieder ein Sieg her, zumal die Dolphins ergebnistechnisch derzeit ebenfalls nicht gut drauf sind.

Vier Niederlagen in vier Spielen kassierte Rostock, und die letzten drei fielen ziemlich deftig aus. Nach einer knappen Derby-Niederlage gegen Wismar gab es zuletzt drei Klatschen mit mindestens zwölf Toren Unterschied. Die Gegner waren mit Buxtehude, Henstedt und Owschlag zwar keine Laufkundschaft, dennoch ist die Frustration bei den Delfinen spürbar. Trainerin Ute Lemmel sprach nach der Partie davon, dass ihre Mannschaft zu halbherzig agiert habe. Aber noch geben die Rostocker die Chance auf den Klassenerhalt nicht auf, denn schließlich lief es auch bei den Raubmöwen zuletzt nicht toll.

Zwar spielten die Travemünder nicht so schlecht, brachten auch den großen Favoriten aus Henstedt-Ulzburg ins Wanken, doch unter dem Strich stehen halt null Punkte und vier Niederlagen in Folge. Dies soll, ja muss am Sonntag anders werden, denn eine Niederlage würde die Raubmöwen unter Druck setzen. Daher wollen die Mädels von Olaf Schimpf auch das zweite schwere Spiel des Wochenendes erfolgreich bestreiten. Ob Spielmacherin Jana Gläfke und Lara Fischer dabei sein werden, steht derzeit noch nicht fest. Beide warten noch auf das endgültige Go der Physiotherapeuten. Das Hinspiel gewann der TSV klar mit 24:16 und überzeugte vor allem in der Abwehrarbeit. Daran wollen die Raubmöwen auch am Samstag anknüpfen.
 
 
 
 

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