TSV Travemünde quält sich gegen Rostock zum 31:27

Lübeck - Ende gut, alles gut - oder doch zumindest fast alles: Travemündes Drittliga-Handballerinnen verbuchten vor 200 Fans zwar den vorab einkalkulierten Heimsieg über den Rostocker HC. Allerdings taten sich die „Raubmöwen” als favorisierter Spitzenreiter gegen den Vorletzten doch wesentlich schwerer als erwartet, ehe das 31:27 (14:17) am Steenkamp unter Dach und Fach war.

Nachdem 13. Sieg im 15. Saisonspiel räumte TSV-Trainer Thomas Kruse ein: „Nach wirklich ordentlichem Beginn haben die Mädels vorn im Übereifer allzu oft die falschen Entscheidungen getroffen und hinten zu nachlässig agiert. Und das konnten die Rostockerinnen lange ausnutzen.”

In der Tat geriet nach zehn Minuten Sand ins TSV-Getriebe, so dass die Underdogs aus Mecklenburg sich eine 9:7-Führung erspielten und auch zur Pause mit 17:14 vorn lagen.

Doch acht Minuten nach dem Seitenwechsel ging ein Ruck durchs Travemünder Team, obwohl (oder weil?) Frederikke Lærke beim Stand von 18:20 per Siebenmeter gescheitert war. Binnen fünf Minuten drehten Katharina Naleschinski, Franziska Haupt, Malin Stammer sowie Nina Schmidt den Spieß zum 24:20 um und ließen fortan auch dank Keeperin Charline Röhr nichts mehr anbrennen. „In dieser Phase hat man wieder mal gesehen, dass unser Team einfach keinen Bock auf Niederlagen hat”, meinte Coach Kruse, der sich nach dem Abpfiff zudem über den 23:23-Ausrutscher von Verfolger Buxtehude II in Altlandsberg freuen durfte.

TSV Travemünde: Röhr, Pooch - Wulf (8), Haupt (7/2), Lærke (6/3), Riehl (5), Naleschinski (2), Schmidt, Krey, Stammer (je 1),Wessoly, Kieckbusch, R. Gahl, H. Gahl.

Beste Werferin Rostock: Schlegel (12/5).

Siebenmeter: 5/6 - 5/6;
Zeitstrafen: 4 - 3.

Spielfilm: 3:1 (4.), 3:3 (7.), 7:9 (16.), 11:9 (20.), 12:12 (23.), 13:16 (26.), 14:17 (30.) - 15:19 (33.), 18:20 (37.), 24:20 (44.), 27:22 (48.), 29:26 (58.), 30:27 (58.).
 
 
 
 

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