Raubmöwen zu Gast beim Schlusslicht

Lübeck – Zwei Wochen hatten die Handballfrauen des TSV Travemünde Zeit, die unnötige Niederlage gegen die HSG Jörl-Doppeleiche Viöl aufzuarbeiten. Nun solle der erste Auswärtssieg der Saison erfolgen, der Anschluss an die Nichtabstiegsplätze hergestellt werden. Und die Chancen stehen gut, denn der Gegner am Samstag ist alles andere als drittligatauglich. Daher gibt Raubmöwen-Coach Christoph Nisius eine klare Parole aus: „Wir werden gewinnen!“

Und in dieser Partie spricht wenig gegen die Raubmöwen. Gegen HSG Heidmark ist noch überhaupt nicht in der dritten Liga angekommen. Der Aufsteiger wartet auch nach 13 Spielen auf den ersten Punkt, stellt den schlechtesten Angriff und die mit Abstand schlechteste Abwehr. Lediglich drei Spiele verlor die Mannschaft aus Fallingbostel mit weniger weniger als sieben Toren, zuletz setzte es eine 20:39-Klatsche beim HSV Minden-Nord. Kurzum: es spricht eigentlich nichts für den Aufsteiger, außer die Tatsache, dass jede Serie irgendwann zu Ende geht. Und Teresa Beermann ist ein Lichtblick. Sie ist bisher für fast ein Viertel der Heidmarker Tore verantwortlich

Dennoch: die Raubmöwen tun gut daran, den Gegner ernstzunehmen. Schließlich gewinnt man in der 3. Liga nicht im Vorbeigehen, auch nicht beim Tabellenletzten. Eine ähnlich konzentrierte Leistung wie im Hinspiel ist von Nöten, will man nachhaltig zeigen, dass man den Klassenerhalt in der dritten Niederlage noch nicht abgeschrieben hat. Das erste Aufeinandertreffen zwischen beiden Teams gewann Travemünde mit 31:24. Und mit diesem Wissen fahren die Raubmöwen nach Fallingbostel, wollen die zwei Punkte holen und sich so wieder an den Rest der Tabelle ranrobben – Heidmark als Auftakt der großen Aufholjagd. Personell kann Trainer Nisius aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Freya Welchert wird angeschlagen erst einmal auf der Bank Platz nehmen, dazu fallen die Langzeitverletzten Katrin Strauß, Jeannine Bollmann und Rike Claasen weiter aus.
 
 
 
 

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