Raubmöwen: „Wir haben was gut zu machen und wollen gewinnen“

Lübeck – Nach der deutlichen 18:32-Niederlage beim BSV Sachsen Zwickau sind die Travemünder Handballfrauen wieder auf den letzten Platz in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen zurückgefallen. Doch die Rote Laterne wollen die Raubmöwen so schnell wie möglich los werden und unter anderem deshalb das Heimspiel gegen den TV Beyeröhde unbedingt gewinnen. Dabei gibt es auch noch ein Hühnchen mit dem Gegner aus Wuppertal zu rupfen.

Denn, so sagte es Trainer Thomas Kruse vor einer Woche im HL-SPORTS FanRadio, bei der Niederlage in Beyeröhde (26:32) hätten die Raubmöwen die schlechteste Saisonleistung gezeigt. Der Gegner war alles andere als übermächtig, doch 22 technische Fehler hatten damals zur Niederlage beigetragen.  Diese Scharte will man auswetzen und die zwei Punkte an der Ostsee behalten. Sorgen bereitete Kruse der Gesundheitszustand vieler Spielerinnen (höre Interview unten), und die Sorgenfalten dürften nicht unbedingt weniger geworden sein. Zwar steht nur Laura Riehl (erneute Daumenverletzung) als Ausfall fest, und der restliche Kader konnte wieder voll mit trainieren, doch hinter Frederikke Lærke (Rücken) und Franziska Haupt stehen noch Fragezeichen. An der Zielsetzung für das Heimspiel rüttelt Kruse aber nicht: „Wir haben was gut zu machen und wollen gewinnen.“

Mit dem TV Beyeröhde reist eines der auswärtsschwächsten Teams der Liga nach Travemünde. Von bisher zehn Auswärtsauftritten konnten die Handballgirls nur eines gewinnen und kassierten sieben Niederlagen. Diese Schwäche des Teams von Meike Neitsch sorgt dafür, dass das Abstiegsgespenst in Wuppertal noch nicht ganz vertrieben ist.
Prunkstück der Handballgirls ist die Offensive, welche mit 546 Treffern die Sechstbeste der zweiten Liga darstellt. Angetrieben wird der Angriff von Mandy Münch und Marieke Köhler, die mit 112 bzw. 103 Treffern zum illustren Kreis der „100-Tore-Werferinnen“ gehören. Kein Wunder, dass fast jede Abwehrreihe der Liga gehörigen Respekt vor Beyeröhde hat. Apropos Abwehr:  Diese ist nicht wirklich sattelfest, lediglich der Vorletzte Allensbach muss mehr Gegentore verbuchen. Hier sollte der Ansatzpunkt der Raubmöwen sein, denn schon im Hinspiel konnte man trotz der vielen Fehler und der unzureichenden Abwehrarbeit 26 Tore erzielen.

Bleibt zu hoffen, dass die Raubmöwen die Ansätze und Ziele des Trainers umsetzen können. Anwurf in der Travemünder Steenkamphölle ist am Samstag um 16.30 Uhr.

 
 
 
 

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