„Raubmöwen“ vor ungleichem Duell in Brandenburg

Brandenburg. Nach der langen Osterpause geht es für die Handballerinnen des TSV Travemünde heute zum drittletzten Saisonspiel ins Brandenburgische: Der Tabellenführer der 3. Liga Ost gastiert um 16 Uhr als Top-Favorit beim nach 23 Spieltagen immer noch gänzlich sieglosen Schlusslicht SV 63 Brandenburg-West.

„Wir haben die freie Zeit genutzt und unsere Akkus aufgeladen. Die Mädchen hatten auch ein paar Tage über Ostern frei, bevor es in dieser Woche normal weiterging“, berichtet TSV-Coach Thomas Kruse und erklärt: „In Brandenburg wollen wir so schnell wie möglich wieder in unseren Rhythmus kommen. Da kommen uns die Gastgeberinnen genau richtig, ohne dem tapferen Tabellenletzten zu nahe treten zu wollen.“

Die jüngste Travemünder 28:32-Niederlage gegen den ärgsten Rivalen HC Leipzig ist längst aufgearbeitet. „Wir waren viel zu nervös. Dadurch haben wir unnötige Fehler im Spiel gehabt. Das müssen und werden wir abstellen. Wir haben nach der Pleite viel gesprochen und müssen wieder als Team agieren“, fordert Kruse und fügt hinzu: „Alle Spielerinnen sind fit. Es darf in Brandenburg nicht die Idee einer jeden Einzelnen den Ausschlag geben, sondern nur der Teamgedanke. So können wir auch schwierige Situationen lösen.“ Damit spielt der Coach der „Raubmöwen“ auch auf die Partie in der Hinrunde an. Zwar gewann Travemünde am 30. November mit 28:24, bot aber eine der schlechtesten Saisonleistungen — vor allem in der ersten Halbzeit, in der der TSV gegen den krassen Außenseiter mit 11:14 zurücklag . . .

Doch das soll heute Schnee von vorgestern sein: Mit dem kompletten Kader geht‘s um 9.30 Uhr in Richtung Brandenburg, wo exakt sechseinhalb Stunden später an der Max-Metzger-Straße erstmals auch eine „Gastspielerin“ das Travemünder Tor hüten wird.

Wie das? Ganz einfach: Da Charline Röhr seit Anfang April in Gießen Medizin studiert und sich der dortigen HSG angeschlossen hat, steht die 20-Jährige heute verabredungsgemäß per Zweitspielrecht mit der etatmäßigen Nummer 19 im TSV-Kasten.

Aus tabellarischer Sicht kann heute noch keine Entscheidung im Titelrennen fallen, da Leipzig sein Oster-Nachholspiel gegen Owschlag mit 31:27 gewann.
 
 
 
 

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