Raubmöwen verpassen Überraschung

Oyten – Sie waren mal wieder dran, doch am Ende haben die Handballfrauen des TSV Travemünde die große Überraschung verpasst. Trotz einer, vor allem offensiv, ansprechenden Leistung unterlagen die Raubmöwen bei Spitzenreiter TV Oyten mit 33:39 (18:21) und bleiben somit weiter auf dem vorletzten Tabellenplatz in der 3. Liga Nord.

Der Start in die Partie gelang den Raubmöwen auf jeden Fall. Nach fünf Minuten führten sie dank der Treffer von Jamila Popiol und Lara Fischer mit 4:2. Und diese Führung hielten die Travemünder Mädels in den nächsten Minuten, vor allem weil der Rückraum funktionierte. „Pia Dalinger hat hervorragend Regie geführt und Lara Fischer sowie Jamila Popiol die Lücken genutzt“, zeigte sich Trainer Christoph Nisius beeindruckt vom Auftreten seiner Mannschaft, zumal Oyten vor allem die Außenspielerinnen an die kurze Leine nahm. Fischer sorgte dann mit zwei Treffern in Folge für das 7:4 (9.).

Oyten nahm in der Folge eine Auszeit und zog das Tempo an. Schnell glich der Spitzenreiter durch Patricia Lange zum 7:7 aus. Doch die Raubmöwen zeigten sich davon unbeeindruckt, schafften erneut eine Führung. Freya Welchert zum 11:8, Fischer zum 12:9 und Popiol zum 13:10 hielten den Vorsprung bei drei Toren. Doch dank Lange drehten die Vampires die Partie, ging mit 14:13 (20.) erstmals seit der Anfangsphase in Führung. Doch absetzen konnte sich der Tablellenführer nicht, erst kurz vor der Pause sorgte Lisa Bormann-Rajes für ein Drei-Tore-Polster des Favoriten (20:17/27.). Mit diesem Vorsprung ging Oyten in die Pause.

Den Knackpunkt der Partie sah Nisius dann nach der Pause: „In den ersten fünf Minuten hat Oyten die Partie entschieden.“ Der Spitzenreiter zog auf 25:20 (36.) davon und sollte diesen Vorsprung nicht mehr abgeben, vor allem weil Travemünde defensiv kaum Zugriff bekam. Dennoch war Trainer Nisius mit dem Spiel seiner Mannschaft zufrieden: „Die Köpfe gingen nicht runter und das ist ein großer Fortschritt.“ Zwar sorgte Marielle Juricke mit dem 29:22 (40.) für die erste Sieben-Tore-Führung, doch im Gegensatz zu der Hinrunde, als die Raubmöwen mehrfach von der Platte geschossen wurden, stemmten sie sich diesmal gegen ein Debakel.

Konstant hielten sie den Rückstand bei sechs bis sieben Toren, weil es offensiv lief. Allerdings gelang defensiv wenig, auch weil die Torhüterinnen Jiline Lange und Hanna Patalas kaum eine Hand an den Ball bekamen. So war die Partie mit dem 35:27 von Christin Schulz (50.) zu Gunsten der Vampires entschieden. Doch die Raubmöwen ließen sich nicht entmutigen und zeigten wieder kämpferischen Einsatz, mussten sich am Ende aber relativ klar mit 33:39 geschlagen geben. „Die Niederlage fiel am Ende um ein oder zwei Tore zu hoch aus“, bilanzierte Nisius und war stolz, dass seine Mannschaft eine Sonderlob des gegnerischen Trainers bekam.

Raubmöwen spielten mit: Patalas, Lange – Fischer (13 Tore/4), Nicolai (1), Adamczewska (1), Karau (2), Kieckbusch (4), Welchert (1), Dalinger (2), Popiol (8), Frauenschuh (1)
 
 
 
 

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