„Raubmöwen” siegen sich auf den vierten Tabellenplatz

Lübeck - Die verjüngten „Raubmöwen” bleiben nach dem Zweitliga-Abstieg im Aufwind: Die Handballerinnen des TSV Travemünde gewinnen nach dem 35:21-Kantersieg in Rostock am Tag der Deutschen Einheit auch das zweite Drittliga-Spiel innerhalb von drei Tagen gegen den MTV Altlandsberg mit 26:23 (16:10).

Erneut stach Junioren-Nationalspielerin Franziska Haupt mit zwölf Toren heraus und warf ihre TSV-Sieben mit nunmehr 6:2 Punkten auf den vierten Tabellenplatz. Trainer Thomas Kruse sah den Schlüssel zum Erfolg aber besonders in der Defensive und bilanzierte zufrieden: „Es war das vorab erwartete Spiel auf Augenhöhe. Wir haben aber zwischen der 15. und 40. Minute eine überragende Deckung gespielt!”

Dabei ging die Partie am Steenkamp für die „Raubmöwen” nicht gut los: Die Gäste führten nach fünf Minuten mit 3:0. Leonie Wulf konnte erst in der 18. Minute erstmals zum 7:7 ausgleichen. „Wir haben danach hinten nichts mehr zugelassen. Besonders Karen Wessoly ragte in der Abwehr heraus” freute sich der TSV-Coach. Zwar ging Altlandsberg beim 10:9 (22.) noch einmal in Front, musste aber danach sieben Tore in Serie einstecken. Somit zog Travemünde zur Halbzeit auch auf 16:10 davon. „Wir wussten, dass Altlandsberg keine Laufkundschaft ist. Wenn wir hinten so sicher stehen, hat man einfach das Selbstvertrauen vor dem gegnerischen Tor. Wir haben so einige wirklich leichte Treffer erzielt”, meinte Kruse.

Auch nach der Pause waren die „Raubmöwen” präsent und bauten die Führung eiskalt auf 21:13 aus (41.). „Danach waren wir nicht mehr so zwingend und konzentriert. Die Mädchen müssen lernen, dass sie nicht nachlassen dürfen”, meinte Kruse. Die Gäste kämpften sich so in der mit knapp 300 Zuschauern sehr gut gefüllten „Steenkamp-Hölle” wieder ran (21:18,47.). Trainer Kruse sah aber auch positive Aspekte: „Obwohl wir ein bisschen Pech zu diesem Zeitpunkt hatten, haben wir Ruhe bewahrt.” Somit reichte die Drei-Tore-Führung bis zum glücklichen Ende.

Die „Raubmöwen” schoben sich mit dem ersten Heimsieg auf den vierten Tabellenplatz und stellen mit „Franzi” Haupt (46 Saisontreffer, davon 13 per Siebenmeter) die aktuell beste Schützin in der Ost-Staffel. „Franzi weiß, dass sie Verantwortung übernehmen muss, und das tut sie auch”, lobt Kruse seine treffsichere Linkshänderin mit der „22”.

TSV Travemünde: Röhr - Haupt (12/4), Wulf (5), Lærke (4), R. Gahl, Krey, Naleschinski, Kieckbusch, Wessoly (je 1).

Zeitstrafen: TSV 4 - MTV 4.
Siebenmeter: TSV 4/4 - MTV 1/1.
 
 
   06.10.2013
 
 

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