Raubmöwen nehmen Außenseiterrolle in Frankfurt an

mra (Bild) rk (Text)
Lübeck – Mit Rückenwind geht es für die Raubmöwen in der 3. Frauen-Liga am Samstag zum Tabellendritten Frankfurter HC (16 Uhr). Nach dem ersten Heimsieg gegen den TSV Wattenbek am vergangenen Wochenende wird es bei den Brandenburgerinnen sicher ein ganz anderes Spiel, doch verstecken wollen sich die Mädels aus Travemünde nicht. Doch das Trainer-Team Christian Neubauer und Nils Küssner kann wieder nicht aus dem Vollen schöpfen. Lea Dalinger wird krankheitsbedingt nicht dabei sein und hinter Aleksandra Adamczewska steht ebenfalls noch ein Fragezeichen. Ob die Polin ihre Knieverletzung auskuriert hat und so die Reise auf sich nehmen kann, wird sich Kurzfristig entscheiden. „Wir sind krasser Außenseiter, nehmen die Rolle aber an und sind guter Dinge, dass wir mithalten können. Die Mädels haben diese Woche gut mit dem Schwerpunkt Angriff trainiert und wollen sich tapfer schlagen“, sagt Neubauer bei HL-SPORTS.

Die Frankfurterinnen sind etwas aus dem Tritt und möglicherweise ist das eine Chance für die Raubmöwen. „Leider ist unser Spielrhythmus nun schon zum zweiten Mal unterbrochen worden“, ärgerte sich FCH-Trainerin Daniela Filip noch nach der „Havarie-Absage“ aus Viöl in der Vorwoche. Der letztjährige Neuntplatzierte der 3. Liga Ost liegt als „Neuling“ der Nordstaffel sehr gut im Rennen, hat bisher nur einen Minuspunkt auf dem Konto. Doch Filip sieht „Leistungs-Schwankungen“, die die 47-Jährige bei ihrer Mannschaft „abstellen“ möchte.

„Die Frankfurter Mannschaft kennen wir nicht, da sie in der letzten Saison noch in der Ost-Staffel spielte und so können wir uns nur mit Videomaterial auf das Spiel vorbereiten. Auf jeden Fall wird das kein Spaziergang, aber zum Verlieren fahren wir dort nicht hin! Wir wissen auch noch nicht wie unsere Spielerinnen die lange Anreise verarbeiten, haben deshalb aber genügend Zeit eingeplant um Pausen zu machen und rechtzeitig vor Ort sein zu können. Die Mannschaft wird sich und alle mitfahrenden Fans in auf der Fahrt zum Spiel wieder mit einem selbst „kreierten“ Büffet versorgen. Für die Rückfahrt haben wir uns schon mal nach einem Pizzaservice in Frankfurt umgehorcht, damit dann alle nach „vollbrachter Arbeit etwas Warmes in den Magen bekommen“, so Teammanager Christian Görs. Der ist nach seinem Urlaub weiter absolut entspannt. „Ein Trainerproblem haben wir nicht“, antwortet er auf die Nachfrage eines möglichen neuen Mann auf der Bank und fügt hinzu: „Es läuft doch gut und Christian und Nils machen ihren Job richtig gut. Wir haben auf dem Weg nach Frankfurt zu sprechen, da unser anvisierter Termin am vergangenen Montag ausfiel. Ich mach mir keinen Stress. Die Mädels haben wieder Spaß am Handball und das ist das Wichtigste.“
 
 
 
 

Zurück