Raubmöwen nach nervösem Beginn mit Happy End!

Lübeck - „Verlieren verboten!“ Auf die Raubmöwen des Drittligisten TSV Travemünde ist Verlass. Die Mädels von Trainer Christoph Nisius haben sich an die Vorgabe im Spiel am Freitagabend in der Steenkamphalle vor 128 Zuschauern gehalten, gewannen gegen die HG Owschlag/Kropp/Tetenhusen (OKT) mit 19:17 (6:7) und verließen vorerst die Abstiegsplätze.

Dabei begannen die Gastgeberinnen nervös, verpassten die Führungschance, weil Lara Fischer (4.) vom Sieben-Meter-Punkt nicht traf, so lagen nach sieben Minuten mit 0:2 hinten. Viele Tore durfte man also nicht erwarten, das schien festzustehen. Danach lief es besser und die Raubmöwen trafen erstmals durch Pia Dalinger (8.) mit einem Sieben-Meter, legten nach und Marthe Nicolai erzielte kurz darauf den Ausgleich. Hanna Belgardt im TSV-Tor ließ OKT dabei noch zusätzlich verzweifeln, hielt überragend. Nach 20 Minuten war allerdings der Zwei-Tore-Rückstand wieder da, wobei die Raubmöwen bis kurz vor der Pause noch ausglichen und dennoch mit einem 6:7 den Seitenwechsel angingen.

Danach erwischte das Nisius-Team einen ganz schlechten Start, musste eine Zwei-Minuten-Strafe von Freya Welxhert aus der ersten Hälfte ausbügeln, dadurch zog OKT auf 10:6 davon. Nach einer Umstellung in der Abwehr lief es besser, so dass man eine Zeitstrafe gegen die Gäste in eigene Treffer ummünzte. Fischer (45. und 47.) glich aus und die Travemünderinnen waren wieder im Geschäft.

Das erste Mal in Front lagen sie eine Viertelstunde vor dem Ende (15:14) - auch weil man hinten „Beton anrührte“ und vorne die Tore machte. Die letzten vier TSV-Treffer gingen auf das Konto von Fischer, die zum Schluss richtig aufdrehte. 14 Sekunden vor Schluss führte ihre Mannschaft mit 19:16, da machte das 17:19 für die OKT-Frauen nichts mehr aus und der erkämpfte Sieg war eingefahren.

Ein stolzer Raubmöwen-Coach sagte danach zu HL-SPORTS: „Mein Team hat eine unfassbare Moral gezeigt, nach dem Vier-Tore-Rückstand nicht aufgesteckt und dann hinten raus das Momentum, getragen von den Zuschauern, genutzt! Wir haben den Abnutzungskampf gewonnen.“

In der Tabelle stehen die Travemünderinnen mit 13:25 Punkten nun auf Rang neun, zumindest bis zum Samstagabend. Dabei schaut man nach Minden, wo die HSG Minden-Nord (12:26 Punkte) auf den fünften Buxtehuder SV II trifft. Am Wochenende nach Ostern geht es für die TSV-Mädels dann selbst zu den Niedersachen, bevor sie im letzten Saisonspiel am 29. April SFN Vechta erwarten. Die Chancen auf den Klassenerhalt sind durch den Sieg von Freitag wieder gestiegen.

Für einige Raubmöwen geht es am Sonntag als weibliche A-Jugend des VfL Bad Schwartau zur HSG Blomberg-Lippe im Viertelfinalrückspiel der Deutschen Meisterschaft um die Ehre. Das Hinspiel verloren die Ostholsteinerinnen deutlich mit 22:40.

Die Raubmöwen spielten mit: Belgardt, Pooch, Patalas – Fischer (10/7), Nicolai (2), Adamczewska, Riesner, Karau, Kieckbusch, Welchert (3), Dalinger (2/1), Popiol (2), Claasen, Frauenschuh
 
 
 
 

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