Raubmöwen machen kurzen Prozess mit Brandenburg

Brandenburg – Es lief nicht alles optimal, aber die deutliche Überlegenheit des TSV Travemünde reichte doch aus, um mit dem bereits abgestiegenen SV 63 Brandenburg-West kurzen Prozess zu machen. Nach 60 einseitigen Minuten stand ein 34:16 (21:8)-Erfolg zu Buche, der mit Blick auf das Torverhältnis auch die richtige Höhe beinhaltete.

Für Trainer Thomas Kruse war es wichtig, dass seine Raubmöwen nach der Niederlage gegen Leipzig und der anschließenden, dreiwöchigen Pause ihren Rhythmus wiederfinden würden: „Das ist uns phasenweise gelungen, auch wenn es hier und da noch hakte. Gerade in den ersten Minuten war längst nicht alles so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Es blieb mir nichts anderes übrig, als eine frühe Auszeit zu nehmen.“ Diese wurde vom Zeitpunkt her richtig gesetzt. Zwar kam Brandenburg danach noch einmal auf 5:7 heran, doch in der Folge brannte der Tabellenführer ein kurzes, aber beeindruckendes Feuerwerk ab. Nach 18 Minuten führte der TSV mit 14:5, so dass dieses Spiel sehr früh entschieden war.

Der Halbzeitstand von 21:8 versprach einiges für den weiteren Verlauf. Es lief gerade im Angriff allerdings nicht mehr ganz so reibungslos. Und das lag nicht nur an den vielen liegengelassenen Chancen. Thomas Kruse blieb keine andere Wahl, als fast komplett durchzutauschen. Denn mit Malin Stammer, Nina Schmidt und Leonie Wulf knickten gleich drei Raubmöwen unglücklich um. Um ihre angeschlagene Schulter zu schonen, musste auch Laura Riehl aus dem Spiel genommen werden. „Leo“ Wulf zog sich zudem noch einen Cut über dem Auge zu, konnte aber durch einen hilfsbereiten Brandenburger Arzt, der sich diese Drittliga-Partie anschaute, erstversorgt werden. Zur Sicherheit wurde die Kapitänin noch in ein Krankenhaus gebracht. „So schlimm scheint es nicht zu sein“, so Kruse. „Leo kann schon wieder ganz gut reden. Aber wir wollen nichts riskieren, deshalb diese Vorsichtsmaßnahme.“

Wenn im Angriff auch nicht alles rund lief, so agierten Abwehr und Tohüterin mit nur sechs Gegentreffern in der zweiten Halbzeit sehr aufmerksam und diszipliniert.

Im Zweikampf mit dem HC Leipzig II (31:27-Sieg gegen Owschlag) konnten die Raubmöwen das Torverhältnis wieder ein wenig zu ihren Gunsten ausbauen. Der Travemünder Blick bleibt ganz klar auf sich selbst gerichtet; dennoch sind die Raubmöwen einem Buxtehuder Sieg am kommenden Mittwoch in Leipzig nicht abgeneigt.

Die Raubmöwen spielten mit: Röhr – Wulf (4), Krey (2), Stammer (4), Riehl (3), Naleschinski, Schmidt (3), Haupt (9/3), Lærke, Kieckbusch (3), Wessoly (6).
 
 
 
 

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