Raubmöwen: Bleibt Oyten der Lieblingsgegner?

Foto: 54°/Felix König
Lübeck – Es ist angerichtet für die Handballfrauen des TSV Travemünde. Nach langer Vorbereitung wartet für das erneut verjüngte Team der Raubmöwen die erste Aufgabe der neuen Spielzeit. Es kommt zum Déjà-Vu, denn bereits im Vorjahr hieß der Gegner zum Auftakt TV Oyten. Dies wird eine schwierige, doch so ein wenig mutierten die Niedersachsen im letzten Jahr zum Lieblingsgegner der Travemünder Mädels.
 
Denn in der letzten Saison gewannen die Raubmöwen beide Partien gegen den Tabellendritten. Mit 30:23 gewannen sie das Hinspiel, im Rückspiel vor eigenem Publikum war es mit dem 26:24 deutlich knapper. Dies wollen die Vampires in diesem Jahr unbedingt vermeiden, schließlich hat man sich hohe Ziele gesetzt. Erneut soll es ein Platz unter den ersten Drei sein. Um dieses Ziel zu erreichen hat man nicht nur den Kader der letzten Saison weitestgehend zusammen gehalten, sondern auch punktuell verstärkt. Aus der ersten Liga von der HSG Blomberg-Lippe konnte man Lisa Bormann-Rajes verpflichten und vom Absteiger Hude wechselte Kea Drewes nach Oyten. So kommt noch mal etwas Erfahrung in den TVO-Kader und natürlich noch mehr Punch für das Team um Kreisläuferin Jana Kokot. „Das Spiel wird eine echte Herausforderung für uns“, sagt daher auch Raubmöwen-Trainer Christoph Nisius: „Oyten will ganz vorne mitspielen und hat sich entsprechend verstärkt. Das ist ein echtes Spitzenteam.“
 
Doch von Angst ist beim jungen Neu-Trainer nichts zu spüren. „Die Nervosität wird am Spieltag kommen“, meint Nisius, lässt sich aber nicht tief in die Karten gucken: „Für das Spiel haben wir einen Plan und den wollen wir umsetzen.“
 
Spannend wird, wie die neuformierte Mannschaft nicht nur seine Ideen umsetzt, sondern auch zusammen spielt. Dies klappte im Laufe der Vorbereitung immer besser wie die Siege in den Testspielen gegen Altenholz und Stockelsdorf zeigten, doch es stehen immer noch Fragezeichen. Vor allem, weil in den letzten Tagen nicht alles optimal lief. Rike Claasen, Charlotte Riesner und Jeannine Bollmann werden ausfallen, hinter Torhüterin Lina Pooch ist angeschlagen. Dazu konnten Lara Fischer und Lara Kieckbusch unter der Woche nicht trainieren. „Das ist mit Sicherheit nicht optimal, zumal auf der wichtigen Torhüterposition“, so Nisius, der aber dennoch weiß, dass seine Mannschaft mit variabler Defensive ein Stolperstein sein kann. Und wenn Pooch ausfällt, dann muss der 33-Jährige seinen jüngsten Neuzugang ins kalte Wasser werfen. Denn vor wenigen Tagen wurde Torhüterin Jiline Lange aus der A-Jugend ebenfalls mit einer Doppellizenz ausgestattet. Dazu sagt Nisius: „Sie sollte eigentlich langsam heran geführt werden, aber wenn Lina ausfällt, dann ist das halt so.“
 
Aber egal ob Pooch spielen kann oder nicht: die Raubmöwen sind gegen den TV Oyten „nur“ Außenseiter. Aber vielleicht ist das wieder die große Chance, so dass die Vampires auch nach dem Wochenende der Lieblingsgegner der Raubmöwen bleiben. Morgenabend ist man schlauer, um 16.30 Uhr geht es in der Senator-Emil-Possehl-Halle los.
 
Raubmöwen 2016/17 Abgänge: Hannah Belgardt (Bravo HK Tromsö/Norwegen), Steffi Schoeneberg (TV Nellingen), Jana Gläfke (TG Nürtingen), Malin Stammer, Mirlinda Hani (SG Todesfelde/Leezen), Sophie Hartstock (Mainz 05), Lorena Jackstadt (SV Union Halle-Neustadt), Laura Neu, Carlotta Jochims
 
Zugänge: Lena Reich (THW Kiel), Aleksandra Adamczewska (MTS Zory), Lina Pooch (HSG Tills Löwen), Charlotte Riesner, Rike Claasen, Sophia Frauenschuh, Jiline Lange (alle VfL Bad Schwartau A-Jugend)
 
Tor: Lina Pooch, Hannah Patalas, Jiline Lange
 
Rückraum: Lara Fischer, Jeannine Bollmann, Freya Welchert, Pia Dalinger, Jamila Popiol, Charlotte Riesner, Rike Claasen
 
Außen: Marthe Nicolai, Lara Kieckbusch, Sophia Frauenschuh, Aleksandra Adamczewska
 
Kreis: Lena Reich, Luisa Karau
 
Trainer: Christoph Nisius, Thomas Hartstock
 
 
 
 

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