„Neu-Raubmöwen“ meistern erste Pokalhürde souverän

Mit Power und Routine erfolgreich: Die 19-jährige Malin Stammer steuert als einzige „Alt-Raubmöwe“ vier Treffer zum 28:20 bei.
Verl. Der Ostwestfalen-Törn via Oldenburg hat sich gelohnt für die „Raubmöwen“: Mit einem 28:20 (16:8) bei den Oberliga-Frauen des TV Verl schafften die nach dem Zweitliga-Abstieg dank Schwartauer Unterstützung drastisch verjüngten Drittliga- Handballerinnen des TSV Travemünde den Einzug in die zweite DHB-Pokalrunde und treffen dort vor Heimkulisse am 3./4. Oktober auf Erstligist HSG Blomberg-Lippe.

„Wir haben diese Aufgabe unter den gegebenen Umständen gut gelöst, auch wenn wir in der zweiten Halbzeit nicht mehr mit allerletzter Konsequenz gespielt haben“, war TSV-Trainer Olaf Schimpf mit dem ersten Pflichtspiel-Einsatz seiner „Raubmöwen“ zufrieden. Mit „gegebenen Umständen“ meinte er vor allem die Tatsache, dass das Gros seiner jungen Frauen bis auf Mirlinda Hani, Laura Neu und Malin Stammer am Morgen vor dem Pokalduell noch als A-Jugend des VfL Bad Schwartau beim Juniors-Cup des VfL Oldenburg am Ball war und dort im Viertelfinale unglücklich mit 13:14 gegen Bensheim/Auerbach verlor.

In Verl ließen die runderneuerten „Raubmöwen“ indes nichts anbrennen. Vor 120 Zuschauern legten Stammer (2) und Neu binnen 71 Sekunden ein 3:0 vor, ehe sich Travemünde über ein 7:4 (10.) und 13:6 (18.) zur Pause vorentscheidend auf 16:8 absetzte. Erst nach dem 20:10 durch Steffi Schoeneberg (38.) durften die TV-Gastgeberinnen ein wenig Ergebniskosmetik betreiben.

Coach Schimpf meinte hinterher: „Alle haben ihren Part gut gemeistert. Ich bin besonders froh darüber, mit der erst 17-jährigen Jana Gläfke und der sogar noch ein Jahr jüngeren Pia Dalinger zwei schon erstaunlich coole Spielmacherinnen zu haben. Die Mädels haben sich das Duell mit Blomberg-Lippe wirklich verdient.“

TSV-Tore: Neu (8/3), Schoeneberg (5), Stammer (4), Hani (3), Hartstock (2), Dalinger (2/1), Gläfke, Nicolai, Kieckbusch, Welchert (je 1).
 
 
 
 

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