Man kennt sich: Raubmöwen erwarten Buxtehude

Lübeck – TSV Travemünde, VfL Bad Schwartau sowohl in A-Jugend-Bundes- als auch in Oberliga: Am morgigen Samstag ist ein weiteres Mal schnelles Umdenken angesagt, dann heißt es, dass die von Olaf Schimpf und Thomas Hartstock trainierten Handballerinnen wieder in ihren Part als Travemünder Raubmöwen wechseln werden.

Wenige Tage nach dem grandiosen Bundesliga-Erfolg beim TV Aldekerk, wo sich die Bad Schwartauer Handballgirls vorzeitig den Vorrundensieg in Gruppe 3 sicherten, heißt es nun, für Travemünde in der 3. Liga Nord der Frauen auf Punktejagd zu gehen. Gegen das Juniorteam des Buxtehuder SV soll möglichst der erste Heimsieg dieser Saison eingefahren werden, nachdem es zuletzt gegen den TSV Nord Harrislee trotz Fünftore-Vorsprung in der zweiten Halbzeit nicht geklappt hat. Anpfiff am Steenkamp ist wie gewohnt um 16.30 Uhr.

Die Aufgabe wird dabei alles andere als leicht, den Buxtehuderinnen wird in dieser Saison einiges zugetraut. Ebenso wie die Raubmöwen verfügt der BSV über ein ausgeglichenes Punktverhältnis. Der Auftakt verlief mit einer 28:33-Niederlage gegen den SV Henstedt-Ulzburg alles andere als glücklich. Besser klappte es beim Aufsteiger Rostocker HC, dem ein 32:29 aufgezwungen wurde. Wenn man davon ausgehen kann, dass die HG OKT (Owschlag-Kropp-Tetenhusen) neben der HSG Hannover-Badenstedt zu den Topfavoriten auf den Titel zählt, ließ das Buxtehuder 24:24 gegen den Vertreter aus dem Norden Schleswig-Holsteins durchaus aufhorchen.

Auch für das Spiel der Raubmöwen gegen den BSV gilt, dass eine Prognose über den Ausgang nur schwer möglich ist. Obwohl oder gerade weil sich viele Spielerinnen beider Mannschaften untereinander bestens kennen, ist der Ausgang völlig offen.

So sehen es auch beide Seiten für den Samstag. Andreas Krüger, Team-Betreuer des BSV: „Ich denke, rein personell ist es für mich mittlerweile das ewig junge Duell. Viele Spielerinnen kennen sich seit Jahren und haben auf verschiedenen Plattformen gegeneinander gespielt. Nichtsdestotrotz, am Samstag geht es um zwei wichtige Punkte. Für die Mädels sind diese Spiele gute Gradmesser, um den Entwicklungsfortschritt zu erkennen. Ich glaube, dass es ein sehr schnelles Spiel wird. Wer eine gute Abwehrarbeit leistet im Zusammenspiel mit der Torhüterin und im Aufbauspiel die wenigsten technischen Fehler macht, sollte gute Chancen haben.“

Auch für Raubmöwen-Coach Olaf Schimpf gibt es keinen wirklichen Favoriten: „Buxtehude hat im letzten Spiel gut gespielt und eine hervorragende Mannschaft. Es ist eine sehr enge Liga, Spiele werden auch durch Tagesform entschieden. Wir haben über die Woche gut gearbeitet und hoffen, dass wir zu Hause punkten können.“

Verzichten müssen Schimpf und Hartstock auf die erkrankte Malin Stammer sowie die noch angeschlagene Jamila Popiol. Und natürlich auf die beiden langzeitverletzten Jeannine Bollmann und Carlotta Jochims. Während sich Bollmann nach ihrem Kreuzbandriss noch in Geduld üben muss, sieht Jochims ganz vorsichtig optimistisch dem Ende ihrer Zwangspause (Anriss des Kreuzbandes) entgegen: „Ich hatte am Dienstag den vorerst letzten Arzttermin. Und der Arzt meinte, dass mein hinteres Kreuzband bis jetzt gut vernarbt ist. Damit kann ich seiner Meinung nach in sechs bis acht Wochen wieder spielen.“
 
 
 
 

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