Leipzig stutzt „Raubmöwen” die Flügel

Elffache Torschützin, aber am Ende erfolglos: Frederikke Lærke. Foto: König
Lübeck - Unverhoffter Rückschlag für die „Raubmöwen”: Vor 300 Zuschauern kassierten die Drittliga-Handballerinnen des TSV Travemünde im Spitzenspiel gegen den ärgsten Verfolger HC Leipzig II ein 28:32 (13:15) und müssen als Tabellenführer drei Spieltage vor Saisonende wieder um den Titelgewinn in der Ost-Staffel bangen.

Das Gros der Fans am Steenkamp ahnte schon bald nach dem Anpfiff, was auf sie zukommen würde. Während die Gastgeberinnen extrem fahrig wirkten, nutzten ihre Jägerinnen aus Sachsen die sich bietenden Lücken konsequent. Und so stand nach fünf Minuten ein 0:4 auf der Anzeigetafel, ehe Frederikke Lærke nach 5:17 Minuten das erste TSV-Tor erzielte. Auch wenn Coach Thomas Kruse nach dem 5:8 (14.) durch Christin Conrad entnervt die erste Auszeit nahm, um seine Sieben wieder in die Spur zu bringen, änderte sich am Gesamtbild kaum etwas. Immerhin sorgte vor allem Lærke dafür, dass es nach dem 6:12 (19.) nur mit einem 13:15-Rückstand in die Halbzeitpause ging. Und so glaubte Teammanager Frank Barthel auch: „Das war zwar ein ziemlich katastrophaler Start, aber die Mädels packen das bestimmt noch.”

Tatsächlich kamen die Gastgeberinnen hellwach aus der Kabine und drehten den Spieß entschlossen um. Beim 21:18 (39.) durch Karen Wessoly träumte der TSV-Anhang schon vom 20. Sieg im 23. Saisonspiel. Doch nach Lærkes 22:21 (44.) verlor Travemünde zusehends wieder den Faden, warf nach dem 24:25 (49.) fünf Minuten lang kein Tor mehr und vergab zudem bis zum Abpfiff fünf (von fünf!) Siebenmetern. Leipzigs Matchwinnerinnen waren so Keeperin Nicole Roth (hielt vier Strafwürfe) und Luisa Sturm mit zehn Volltreffern.

Trotz aller Ernüchterung befand Trainer Kruse: „Wir haben nie zu unserem Spiel gefunden und auch viel zu viele technische Fehler gemacht. Aber auch wenn Leipzig heute einfach abgezockter war, haben wir es in Sachen Titelgewinn noch immer selbst in der Hand. Insofern ist eigentlich nicht wirklich viel passiert...”

Travemünde: Röhr - Lærke (11), Haupt (8), Wessoly (3), Wulf, Riehl (je 2), Kieckbusch, Krey (je 1), Naleschinski, Schmidt, Stammer.

Beste Werferin Leipzig: Sturm (10/3).

Zeitstrafen: 4 - 5.

Siebenmeter: 0/5 - 5/5.

Spielfilm: 0:4 (5.), 2:4 (7.), 2:6 (9.), 6:12 (19.), 9:12 (24.), 11:15 (26.), 13:15 (30.) - 15:17 (34.), 19:17 (38.), 21:18 (39.), 21:21 (43.), 24:25 (49.), 24:29 (54.), 26:31 (56.), 28:31 (60.), 28:32 (60.).
 
 
 
 

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