29:25 — Travemünde bejubelt den ersten Saisonsieg

Freut sich über den ersten Saisonsieg: Trainer Thomas Kruse.
Mainz. Der Knoten ist geplatzt. Travemündes Handball-Frauen feierten im sechsten Spiel ihrer Zweitliga-Rückkehr ihren ersten Erfolg, siegten im Kellerduell beim 1. FSV Mainz 05 hochverdient mit 29:25 (18:13). „Das ist der Befreiungsschlag. Wir haben immer an uns geglaubt“, freute sich Trainer Thomas Kruse und sah den Schlüssel zum Erfolg in einer „überragenden, effektiven ersten Halbzeit und einer moralischen Glanzleistung nach der Pause, als Mainz herankam“.

Die Raubmöwen starteten in der Karnevalshochburg furios. Dank einer kompakten, beweglichen und von Karen Wessoly bestens organisierten Abwehr flogen die Raubmöwen über 5:2 (6./Wessoly) auf 9:3 (11./Laerke) davon. Überragend: Torhüterin Annika Kranich, die ihr Tor regelrecht vernagelte. „Annika hat ihre Trainingsleistung bestätigt, war der Riesen-Rückhalt“, lobte Kruse. Travemünder Traumstart — alles passte, alles gelang. Franziska Haupt erhöhte per Doppelschlag auf 13:6 (21.). Die Raubmöwen spielten mit den Mainzerinnen Fasching, waren nicht wiederzuerkennen. „Wir haben nur wenige Fehler gemacht, nicht wilde Sau gespielt, sondern klar und einfach, die Mainzer Fehler konsequent bestraft“, freute sich Kruse sich über eine Halbzeit (18:13), „wie ich sie mir vorstelle.“

Der Rückschlag nach Wiederanpfiff. Innerhalb von drei Minuten war Mainz auf 16:18 dran. Kippte die Partie? Nein. Das Kruse-Team hatte immer eine Antwort, überstand in den letzten zehn Minuten (25:23/50.) sogar eine doppelte Zeitstrafe (Haupt/Wulf). „Dass wir Mainz nie näher als zwei Tore herangelassen haben, war extrem wichtig“, lobte Kruse vor allem die Abwehr. Als Kapitänin Leonie Wulf und Laura Riehl (bärenstark: 6 Treffer) zum 27:23 trafen, Franziska Haupt — als beste Spielerin geehrt — per Siebenmeter auf 28:23 erhöhte (57.) war die Partie entschieden. Travemünde, wie es singt und lacht: „Auswärtssieg, Auswärtssieg“, jubelten die Raubmöwen.

Mainz: Schäfer, Kiefer — Trodler, Schmitt, bauer, Köhler 4/2, Heßler, Löbich 5, Racky, Maric, Schückler 4/1, Wagner 2, Dankwardt 1, Schmitt 6/1.

Travemünde: Vogel, Kranich — Wulf 4, Bartlau 2, Krey 1, Stammer 1, Riehl 6, Naleschinski, Schmidt, Jordt 1, Stapelfeldt 2/1, Haupt 7/3, Laerke 4, Wessoly 1.

Siebenmeter: 7/4 — 5/4. Zeitstrafen: 2 — 5.

Spielfilm: 0:2 (4.), 2:5 (6.), 3:9 (11.), 7:14 (22.), 10:16 (26.), 12:17 (29.), 13:18 (HZ) — 16:18 (33.), 17:21 (39.), 20:22 (42.), 25:29 (Ende).
 
 
 
 

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