22:26 — Rückschlag für zahnlose „Raubmöwen“

Lübeck. Unverhofftes Drittliga-Kontrastprogramm am Steenkamp: Anstatt vor und mit 120 treuen Fans den dritten Heimsieg feiern zu können, mussten die jungen „Raubmöwen“ gegen den bis dato gänzlich punktlosen Vorletzten TuS Jahn Hollenstedt-Wenzendorf mit einem 22:26 (11:15) bereits die fünfte Saisonschlappe quittieren.

Dabei leisteten sich die Gastgeberinnen als nomineller Zweitliga-Absteiger — Malin Stammer ist die einzige „Alt-Raubmöwe“ — gegen die mit 46:6 Punkten aufgestiegenen Oberliga-Meisterinnen aus Niedersachsen trotz aller guten Vorsätze in nahezu kompletter Besetzung einen 0:2-Fehlstart. Und nach dem 2:2 (3.) durch Marthe Nicolai kam der TSV-Express selbst in Überzahl nicht richtig auf Touren, da Laura Neu einen Siebenmeter verwarf.

Stattdessen witterten die Gäste nun erst recht Morgenluft und lagen nach dem 62-Sekunden-Doppelschlag von Eileen Volkmann zum 6:11 (18.) fast schon vorentscheidend vorn.

Auch in der zweiten Hälfte ging der Schuss gleich nach Wiederbeginn nach hinten los: Dina Bergmane-Versakova (vollstreckte alle fünf Siebenmeter eiskalt) und zweimal Julia Fritsche sorgten dafür, dass nach 33:54 Minuten ein 11:18 auf der digitalen Anzeige leuchtete. Immerhin ließen sich die jungen TSV-Girls danach nicht hängen, sondern stemmten sich auch nach dem 16:25 (51.) noch einmal gegen eine noch empfindlichere Klatsche. In den letzten fünf Minuten blieb Travemünde sogar ohne Gegentor und kam noch auf drei Treffer heran. Ein weiterer vergebener Siebenmeter — diesmal war‘s Lara Fischer — setzte den betrüblichen Schlusspunkt unter diese unerbauliche Partie, nach der Travemünde auf Platz neun abrutschte. Trainer Olaf Schimpf war dementsprechend bedient und meinte: „Die Gäste haben aggressiv verteidigt und aufopferungsvoll gekämpft. Wir waren heute in der Abwehr leider zahnlos und haben vorne die Absprachen allzu oft nicht eingehalten und einfach schlecht abgeschlossen.“

TSV Travemünde: Belgardt, Patalas - Fischer (5/1), Stammer, Dalinger, Kieckbusch (je 3), Welchert, Nicolai, Hartstock (je 2), Gläfke, Neu (je 1), Karau, Hani.

Beste TuS-Werferinnen: Bergmane-Versakova (7/5), Fritsche (6).

Zeitstrafen: 2 -1. Siebenmeter: 3/1 - 5/5.

Spielfilm: 0:2 (2.), 2:2 (3.), 2:4 (8.), 3:7 (12.), 5:7 (15.), 6:11 (18.), 10:13 (25.), 11:15 (29.) - 11:18 (34.), 15:20 (43.), 16:25 (51.), 19:26 (55.), 22:26 (57.).
 
 
 
 

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