Höchste Niederlage - Ohne Druck gehen Raubmöwen in Hannover unter

Hannover – Es war der Status „Punkspiel unter freundschaftlichem Charakter“ den sich der TSV Travemünde und davor sicherlich auch die HSG Hannover-Badenstedt für das heutige Duell in der niedersächsischen Landeshauptstadt gewünscht hatten. Beide Seiten haben erfolgreich daran gearbeitet: Während sich Hannover gerade den Titel und den damit verbundenen Aufstieg in die 2. Bundesliga gesichert hat, schafften die Travemünder Raubmöwen als jüngstes Team der 3. Liga Nord gestern endgültig den Klassenerhalt. Ein Erfolg, den sich Travemünde trotz zwischenzeitlicher (und durch die sportliche Leitung schon vor Saisonstart vorausgesagter) Rückschläge redlich verdient hat.

Solch einen Rückschlag mussten die Raubmöwen heute leider auch einstecken. Die HSG Hannover-Badenstedt wollte ihrem Anhang mit dem Erfolgshandball der letzten Monate auf sportlichem Wege noch einmal Danke sagen und auch gegen Travemünde voll auf Sieg spielen. Sehr zum Leidwesen der Gäste, die sehr schnell keine adäquaten Mittel mehr zur Verfügung standen. So stand nach 60 Minuten ein 36:16 an der Anzeigetafel. Zur Halbzeit lag der TSV bereits mit 8:15 zurück.

Auch von uns Gratulation an die HSG Hannover-Badenstedt zum Sieg und noch vielmehr zur verdienten Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg. Nicht weniger beglückwünschen wir den SV Henstedt-Ulzburg, der sich mit dem heutigen 29:29 in Oyten den Vize-Titel sicherte.

In Hannover ging Travemünde nie in Führung, schaffte es lediglich, in den ersten fünf Minuten bis zum 3:3 gleichzuziehen. Auch Luisa Karaus Tor zum Travemünder 5:6 in der zwölften Minute hielt die Hoffnungen auf einen spannenden Nachmittag noch aufrecht. In der 24. Minute gerieten die Raubmöwen dann allerdings mit 5:12 ins Hintertreffen, damit war diese Partie praktisch entschieden.

Kompliment an die HSG unter Trainer Florian Marotzke, der seine Jungen Wilden immer wieder dazu animierte, trotz deutlicher Führung das Tempo weiter hochzuhalten. So blieb dem Team von Olaf Schimpf und Thomas Hartstock, die von vornherein großzügige Einsatzzeiten an alle Spielerinnen verteilten, nur die Rolle des artigen Gratulanten.

Am kommenden Freitag wollen sich die Raubmöwen wieder von ihrer besseren Seite präsentieren. Denn dann kommt die Bundesliga-Reserve des VfL Oldenburg zum letzten Travemünder Heimspiel dieser Saison. Anpfiff am Steenkamp ist um 20.30 Uhr.

Die Raubmöwen spielten mit: Belgardt, Patalas – Schoeneberg (1), Fischer (4/1), Gläfke, Nicolai (4), Hartstock (1), Karau (2), Dalinger (2/1), Popiol, Jochims, Neu (1), Hani (1)
 
 
 
 

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