Frankfurter Abwehrkünste gegen Travemünder Power-Handball

Lübeck – Die Vorzeichen sind identisch mit denen aus dem Hinspiel. Als am 19. Oktober 2013 der TSV Travemünde den Frankfurter HC empfing, traf der beste Angriff auf die stärkste Abwehr. Und so ist es auch am Samstag, wenn um 16 Uhr in der Brandenburg-Halle in Frankfurt/Oder das Spitzenspiel in der 3. Liga Ost angepfiffen wird. Die Travemünder Raubmöwen erzielten bisher 31,8 Tore pro Spiel, auf der anderen Seite sind die 22,6 Gegentreffer ein absoluter Spitzenwert der Frankfurter Defensivabteilung. Im ersten Aufeinandertreffen setzte sich der TSV Travemünde durch und gewann mit 28:24. Das Duell zwischen den Teams von Dietmar Schmidt und TSV-Coach Thomas Kruse dürfte Richtung weisend sein. Denn gelingt dem Tabellenführer der zehnte Sieg in Folge, sind die Frankfurter Titelträume kaum noch zu realisieren. Umgekehrt wäre der Vierkampf (Leipzig und Buxtehude liegen in Lauerstellung) bei einem FHC-Erfolg spannend wie nie. Dass das Travemünder Vorhaben alles andere als einem Spaziergang gleichkommen wird, beweist alleine die Tatsache, dass der Frankfurter HC als einzige Mannschaft überhaupt zu Hause noch keine Niederlage kassiert hat. Sechs Siegen stehen zwei Unentschieden gegenüber.

Kein Wunder also, dass sich beide Seiten nur zu gerne gegenseitig die Favoritenrolle zuschieben. Für den TSV Travemünde kann es nur heißen, die zuletzt sehr überzeugenden Leistungen zu bestätigen und so beste Voraussetzungen für ein Ende der Frankfurter Heimserie zu schaffen. Zusätzliches Selbstvertrauen für das acht Tage später folgende Spiel beim Buxtehuder SV II wäre dann garantiert.

Da an diesem Wochenende auch die A-Jugend des VfL Bad Schwartau bei der TSG Ketsch im Achtelfinale zur Deutschen Meisterschaft in Aktion tritt, wird Kruse auf Malin Stammer, Katharina Naleschinski und Lina Pooch verzichten müssen. Poochs Ausfall bringt es mit sich, dass Charline Röhr (Foto) als einzige Torhüterin mit an die Oder reisen wird.

Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Außenspielerin Nina Schmidt. Diese hat noch mit den Auswirkungen einer Grippe zu kämpfen. Von dieser blieb auch Laura Riehl nicht verschont, doch das Rückraum-As wird wahrscheinlich auflaufen können. Dafür wird auf Grund ihres gebrochenen Fingers Alina Krey fehlen.

Thomas Kruse sieht dem Samstag trotz der personellen Engpässe positiv entgegen: „Wir freuen uns sehr auf dieses interessante Spiel und sind gut genug aufgestellt, um auch in Frankfurt zu bestehen.“
 
 
 
 

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