Auch beim Tabellenvorletzten gehen die Raubmöwen unter

Allensbach – Die Hoffnung war da, das Umsetzen der Vorgaben gelang leider nicht. Die Travemünder Raubmöwen verloren ihr letztes Auswärtsspiel dieser Zweitligasaison beim Tabellenvorletzten SV Allensbach klar und deutlich mit 13:22 (5:14). Es geht jetzt nur noch darum, die letzten beiden Heimpartien gegen die Spitzenteams aus Dortmund und Nellingen mit Anstand über die Bühne zu bringen. An Erfolge in Form von Punkten ist in der jetzigen Verfassung kaum zu denken.

Neben Laura Riehl, die die Flugreise über Basel mit ihrem Daumenbruch als Mannschaftsoffizielle mit antrat, um so die Mannschaft zu unterstützen, musste das Trainergespann Thomas Kruse / Tanja Volkening auch auf Annika Jordt (erkrankt) und Torjägerin Franziska Haupt verzichten. Haupt setzte ihre Priorität in das Oberligaspiel ihrer SG Todesfelde/Leezen in Oeversee und freute sich über einen 30:25-Sieg.

Nach 2:11 Minuten schien sich Travemünde anzuschicken, etwas Zählbares vom Bodensee mitzunehmen. Jenny Stapelfeldt und Vivien Bartlau brachten die Raubmöwen mit 2:0 in Führung. Doch zehn Minuten später hieß es 7:2 für den SV Allensbach, der eine große Travemünder Schwäche dieser Saison konsequent nutzte: Der TSV verlor im Angriff zu häufig und unnötige den Ball und war in der Rückwärtsbewegung nicht schnell genug. So kam Allensbach alleine in der ersten Halbzeit zu sieben Gegenstoß-Toren, gegen die die überzeugende Annika Kranich im Tor keine Chance hatte.

So betrug der Rückstand zur Pause bereits neun Treffer. Den Raubmöwen um Leonie Wulf war zu Gute zu halten, dass sie sich nach dem Seitenwechsel gegen das drohende Desaster zur Wehr setzten und das Spiel annähernd ausgeglichen gestalten konnten. „Vom Einsatz her kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, kommentierte Thomas Kruse die Leistung der Raubmöwen. „Spielerisch gehörte das heute eher zur Kategorie Not gegen Elend. Wir wollen jetzt versuchen, unseren Aufenthalt am Bodensee doch noch ein wenig zu genießen.“

Die Raubmöwen spielten mit: Vogel, Kranich – Wulf (2), Bartlau (1), Krey (1), Stammer (2), Naleschinski (2), Schmidt, Stapelfeldt (2), Lærke (1), Wessoly (2)

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